… manchmal klappt es auch am Nachmittag noch mit schicken Fotos. Julia, Nils und ich wollten nach der ersten Session vor rund vier Wochen am Bodensee noch “einen d’rauflegen” und haben uns dazu in aller Frühe am P&R-Parkplatz in Geisingen treffen wollen. Aber ein leidiger Stau vor Rottweil und hartnäckiger Hochnebel haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber wer hartnäckig ist und trotzdem los marschiert, wird auch belohnt. Zum einem war es weniger düster im engen “Shooting-Tal”, als befürchtet und zudem hat der gleichmäßig hellgraue Himmel auch den Schlagschatten vorgebeugt. Gut war es. Danke Julia für das Vertrauen und das neuerliche “über Deine Grenzen” gehen. … [more]
Früh aufstehen lohnt sich nicht immer …
Hiddensee, herrliche Ruhe von 17h bis 9h …
Was die kleine Ostsee-Insel Hiddensee vor der Westküste Rügens ausmacht ist nicht ihr 15 Kilometer langer, sandiger Weststrand, sind nicht die autofreien Wege (Straßen gibt es keine), nicht die Aussicht vom Dornbusch über das Meer nach Dänemark, nicht das lecker Fischfrikadellenbrötchen von der Insel-Blondinne oder der niedliche, rot-weiße Leuchtturm am Gellen. Nein, was Hiddensee wirklich einmalig macht, ist die herrliche und erholsame absolute Ruhe zwischen 17 Uhr abends und 9 Uhr und morgens. Zwischen dem letzen Schiff von und dem ersten Schiff zur Insel sind kaum Menschen unterwegs. Keine Lärmverschmutzung durch Autos (natürlich, es gibt ja auch keine), kein üblicher Stadtlärm ist zu hören, kein Geschrei, … einfach nichts, außer beim auf den Wellen Schaukeln aneinanderklappernde Boote im Hafen, kreischende Möwen und ab und an das Getrappel einer Pferdekutsche. Es ist ein herrliches Vergnügen gewesen zumindest (gefühlt) für ein paar Tage auch einmal zur illustren Elite zu gehören, die süffisant grinsend auf ihrer Veranda am Hafen sitzend, einen Kaffee im Abendlicht schlürfend den hektisch das letzte Schiff besteigenden Tagesgästen zuwinkt. So könnten wir es länger aushalten. Radtouren zur Südspitze, Sonne tanken unterm Leuchtturm, Sanddorn schnuppern am Dornbusch, frischen Fisch am Hafen holen, … Fragt sich nur, wann der Inselkoller eingesetzt hätte?
Früh aufstehen lohnt sich … Vers. 7.0
Das Aufstehen nach der spätsommerlich heißen Bergtour gestern am First im Bregenzerwald fiel echt schwer. Aber der Durst nach frisch gebrühtem Kaffee war einfach zu groß. Also standen wir um ganz kurz vor 7.00 Uhr heute morgen am Küchenfenster, kaffeeschlürfend und uns einig, dass es sich gelohnt hat doch aus den Federn zu kriechen. Und wenn mich jetzt nochmal jemand fragt, warum ich denn am Bodensee wohne und nicht zentraler in Deutschland … links klicken, bitte. ;)
Morissen, Val Lumnezia, Surselva
Es gibt noch ein paar Plätze in den Alpen, die sollte man für sich behalten. In “meiner Surselva” haben wir im Bergdörfchen Morissen in der Val Lumnezia einen solchen Traumplatz für eine Woche Auspannen gefunden. Tagsüber Wandern, abends im ehemaligen “Turnsaal eines alten Schulhauses” gemeinsam Kochen, Plaudern und das Flair genießen. Von außen ein Wärme ausstrahlendes, von der Sonne gegerbtes Holzhaus, beim Eintreten ein Hauch von Caminada und beim Duschen Zumthorsches Luxusempfinden. Wir müssen zugeben, bei uns hat sich ein wenig Neid breit gemacht, weil wir nur eine Woche bleiben konnten. Dafür haben wir in diesen sieben Tagen aber alles auskosten dürfen, was die Bündner Alpen hergeben: Ziehende Wolken an der Gratwanderung zum Piz Mundaun, super leckere Gerstensuppe am Bündner Rigi (das Surprise-Menue holen wir nach), sonnige Stunden am Guraletschsee über dem Valsertal, Gewittersturm und Nusstorte in Vrin, Orchideenzählen und Harzschnuppern im schattigen Flimser Wald, wolkenverhangenes von Kirche zu Kirche Spazieren zwischen Vella, Degen und Lumbrein und zum Abschluss Modelbahnwandern in der Rheinschlucht. Höhere Ziele hat leider (oder Gott sei Dank) meine lädierte Schulter nicht zugelassen. So konnten wir uns für einmal auf die vermeintlichen (alpinistischen) Nebenziele konzentrieren. Das war nach der vielen Arbeit der letzten Wochen richtig gut für die Erholung.
Vielen Dank, dass wir dort sein durften. Wo? … Nun, “es gibt noch ein paar Plätze in den Alpen, die sollte man für sich behalten.” ;)
Zwei neue Bücher: Rhein-Radweg und Bodensee Naturführer
Viel Arbeit, viel Zeit, viele Wegekilometer und viel Geduld waren nötig, bis Text, Fotos und diesmal auch das Layout für meine zwei neuen Bücher fertig waren. Jetzt konnte ich beide erstmals in Händen halten. Bis heute Vormittag habe sie außer am Rechner selbst noch gar nicht gesehen – aber unser freundlicher Buchhändler hat sie mir schon “von über die Straße” freudestrahlend hochgehalten. Danke für das Lob. ;)
Der Radführer Rhein & Bodensee behandelst den wunderbaren Rhein-Radweg (Rhein-Route) von der Quelle am Oberalppass, quer durch die Surselva und das Alpenrheintal zum Bodensee, und weiter dem Hochrhein entlang nach Basel und Freiburg im Breisgau. Gerade dieser erste Abschnitt des Rhein-Radwegs zwischen der Quelle im Herzen der Schweiz und dem Basler Rheinknie zählt sicher zu den landschaftlich und kulturell großartigsten Radwegen in Mitteleuropa. Felsberge, Gletscher und die atemberaubende Rheinschlucht eröffnen die rund 430 Kilometer lange Strecke. Ab Chur wird die Landschaft fast mediterran heiter. Weinberge und Winzerdörfchen säumen den Wegeverlauf zum Bodensee. Nach dem Rheinfall wechselt abermals das Landschaftsbild. Am Fuß des Südschwarzwalds rücken dann kulturelle Zeugnisse aus über 2000 Jahren Geschichte beidseits des Rheins in den Vordergrund.
Dass es auch abseits des Bodenseeufers eine Vielzahl einmaliger Naturräume zu entdecken gibt, wissen nur wenige. Bizarre Felskuppen prägen die Vulkanlandschaft des Hegau. weite Schilfflächen den Untersee. Idyllische Hügelkuppen und melancholische Moore sind Zeugnisse der eiszeitlichen Prägung Oberschwabens. Wasserfälle und wilde Tobel finden sich im Westallgäu und Bregenzerwald, während die Felsmassive rund um den Säntis dem Bodensee sogar eine alpine Note verleihen. Im Führer Natur pur am Bodensee habe ich 111 Natursehenswürdigkeiten, berühmte und vielbesuchte wie den Rheinfall oder den Federsee, aber auch weitgehend unbekannte und stille Fleckchen im Umkreis des Bodensees beschrieben.
Beide Führer sind wieder mit mit detailreichen Karten im Maßstab, vielen Zusatzinfos, Adressen und Übernachtungstippsergänzt . Piktogramme zeigen Sehenswürdigkeiten und vieles mehr. Die liebgewonnene und praktische Spiralbindung sorgt für leichtes Lesen unterwegs.
Blütenzauber Bodensee – Sibirische Schwertlilien und andere …
Sibirsche Schwertlilie und Gelbe Sumpfschwertlilie gehören zur Familie der Schwertlilien (Iridaceae) und sind am Bodensee noch relativ häufig zu sehen. Ihren Namen haben sie von Iris, der griechischen Göttin des Regenbogens erhalten. Am häufigsten sind die intensiv gelb leuchtenden Sumpflilien zu sehen. Sie stehen an vielen Bachläufen und Tümpeln rund um den Bodensee. Die blaue Sibirische Schwertlilie war im Jahr 2010 Blume des Jahres und steht wie alle Arten der Schwertlilien unter strengem Schutz. Von Mai bis Juni blüht sie vor allem in den sumpfigen Wiesen im Eriskircher Ried, im Wollmatinger Ried und im Rheindelta. Sumpf-Siegwurz gehört zur Gattung der Gladiolen, einer Unterart der Schwertlilien. Auffällig sind seine purpurroten Blütenstände, die weithin sichtbar aus den ungemähten Streuwiesen leuchten. Türkenbund gehört zur Gattung der Lilien und wächst vor allem an den schattigen Hängen rund um den Überlinger See. ….
Wer mehr lesen will, geduldet sich noch ein paar Tage: Ende Juni erscheint mein neues Buch NATUR PUR am Bodensee im Bodensee-Verlag, Konstanz.
Nach ein paar Tagen Pause habe ich meine
Szenenwechsel. Nach Winterberg im Hochsauerland steht Schluchtenwandern auf dem Müllerthal Trail in Luxemburg auf dem Terminplan. Es gibt nur wenige Landschaften in Mitteleuropa, die mich so faszinieren wie das “Müllerthal – Kleine Luxemburger Schweiz” mit seinen Felswänden und engen Schluchten. Von Echternach ging es durch die Wolfsschlucht zum “Höhlen-Picknick” in der Hohllay. Mitunter stehen die bizarren Sandsteintürme so eng beieinander, dass kaum ein Wanderer hindurch kommt. Das Bild rechts ist in solchen einem “Schloeff” am Predigtstuhl entstanden. Wie sich an Günthers Rucksackhülle unschwer erkennen lässt, hat sich zwar die Landschaft, nicht aber das Wetter geändert. Im Gegenteil, aus dem Aprilwetter ist leider Dauerregen geworden. Aber das kenne ich ja vom Müllerthal. Vielleicht sollte ich mir das nächste Mal ein stabiles Hochdruckwetter aussuchen. Im besten Fall noch im Herbst, wenn sich die Laubbäume bunt färben. Irgendwie gefällt mir gerade die Idee einer sochen herbstlichen Fototour durch Elsass, Pfälzerwald und Müllerthal. Da muss ich d’ran bleiben.
Was für ein Start – es regnet aus Kübeln. Wollen wir da wirklich losgehen, wandern und fotografieren – oder doch lieber das Frühstück erlängern? Schade eigentlich, denn auf meiner Eingehtour am Vortag war Kaiserwetter am Kahlen Asten. Vor einigen Monaten haben wir zehn “