Steinböcke am Creux du Van …

… es ist schon eine ganze Weile her, dass ich zuletzt am Creux du Van war. Im September 2008 führte mich eine Reportage für das Nature Fitness Magazin dorthin. Als ich vor ein paar Tagen im Schweizer Fernsehen die 2te Folge der wunderbaren Sendereihe «SF bi de Lüt – Wunderland» gesehen habe, habe ich mich spontan (und sicher auch mit einem Lächeln im Gesicht) an mein ganz eigenes Steinbock-Erlebnis zurück erinnert. Früh morgens bin ich nichtsahnend an der Auberge du Soliat aufgebrochen um für eine Wanderreportage ein paar Stimmungsbilder zu fotografieren. Bilder habe ich gemacht, viele sogar, aber weniger Landschaft, als ich gedacht hatte … denn plötzlich waren sie da …

 

Wie immer bei solch einmaligen, schützenswerten “Dingen” schwanke ich zwischen darüber erzählen und lieber schweigen. Aber einerseits habe ich damals schon selbst geplaudert, wie “die Steinböckli am Creux du Van bocksprüngig über die Bruchsteinmauern tollen und mich neugierig beäugt haben”. Und jetzt sind sie ohnehin “kleine TV-Sternchen”. Danke Nik Hartmann für die schönen Erinnerungen und die Inspiration selbst wieder einmal hinzufahren!

12 x Wandern rund um Rothenburg ob der Tauber

»Allmählich wird es Abend. Ein langer, anstrengender
und erfüllter Tag liegt hinter uns.
Die Schatten knorriger Bäume werden immer
länger und länger, scheinen fast nach uns zu
greifen, als wir den Rand der Hochebene erreichen.
Unten im Tal leuchten die Türme und Tore
unseres Ziels im roten Licht der untergehenden
Sonne. Wir gehen durch einen mächtigen Torturm,
tauchen ein in das Leben der Stadt. Der
Himmel über uns ist längst von tiefem Blau
ins Schwarz gedunkelt. Um uns herum hasten
Menschen durch Kopfsteinpflastergassen. Aus
Wirtshäusern dringt Lachen auf die Straße.
Was für ein Gegensatz zur Stille des Tages.«

 

Wandern in Rothenburg ob der Tauber? Na klar! … und das sage ich jetzt nicht nur, weil die neue Wanderboschüre Rothenburg odT aus meiner Feder und Kamera stammt, sondern weil es wirklich Spaß macht auch zu Fuß zwischen Tauber- und Hohenlohefranken unterwegs zu sein. Radfahrer wissen die Region schon lange zu schätzen (Tauberradweg, Altmühltal-Radweg, usw), Jakobspilger kommen schon seit Jahrhunderten sternförmig auf die Stadt zu gelaufen. Für Wanderer stehen (neben den Weitwanderwegen des Frankischen Albvereins) auch 13 bestens markierte und eng miteinander verknüpfte regionale Rundwanderwege zur Verfügung. Sie führen von den Toren der Altstadt hinab ins romantisch-stille Schandtaubertal, zu den aussichtsreichen Höhen im Naturpark Frankenhöhe, entlang der Tauber zu unbekannteren Kunstwerken und Baudenkmälern oder zu Aussichtspunkten mit faszinierenden Stadtpanoramen. Den Möglichkeiten für Halb- und Ganztagestouren auf markierten Routen oder nach eigenem Gusto sind keine Grenzen gesetzt.

Die 32-seitige Broschüre ist für 2 Euro (Schutzgebühr) beim Rothenburg Tourismus Service erhältlich. Beschrieben sind sechs Rund-Wanderungen (darunter auch ein Teilstück auf dem Panoramawanderweg Taubertal), eine kombinierte Wander- und Nordic Walking-Runde, ein Stadtrundgang und die Jakobswege nach und von Rothenburg in alle Himmelsrichtungen. Alle Wanderungen sind mit den gewohnt detailierten Karten von Christian Schlag einem Infoblock und Farbbildern ergänzt.

Silvesterchlausen, Urnäsch 13.1.2012

Ich habe mich spontan entschlossen Silvester auf den 13.1. zu verlegen und dem Artikel in der Jahresausgabe der Bodensee-Ferienzeitung noch die passende Galerie folgen zu lassen: Die stille Variante, abseits der Massen, ohne viele Worte und mit diesem magischen Klang, den ich immer noch im Ohr habe …

Ein Silvesterchlaus aus der Schweiz

“Im Appenzellerland wünscht man sich zweimal ein
„Gutes Neues Jahr“. Stets am 31. Dezember und am
13. Januar, den Jahreswenden des gregorianischen
Kalenders und des alten julianischen Kalenders, ziehen
Silvesterchläuse durch die tief verschneite Landschaft
zwischen Bodensee und Säntis.”

Die ganze Reportage über das Silvesterchlausen im Appenzellerland  kann in der Bodensee-Ferienzeitung (Jahresüberblick 2012) gelesen werden … oder hier.

Unter Glas

Ich habe mir nach viel zu langer Zeit wieder einmal einen Just-4-fun-Ausflug in die Mode-Fotografie gegönnt. Zwei bezaubernde Models: Anna und Jessica, das Gespür für Farben von Natalie Hoffmann als Visagistin, die (nicht nur mich) faszinierende Kollektion von Christiane Mayr und die geniale Atmosphäre in den Gewächshäusern der Baumschule Ammann haben eine ganze Reihe schöner Bilder entstehen lassen.

Eine Fortsetzung ist fest eingeplant.

Mehr Bilder gibt es auch in dieser Galerie.

Verrückt nach Wandern

So langsam startet wieder die neue Wandersaison. Man merkt es nicht nur positiv an der steigenden Nachfrage nach den beiden Bodensee-Wanderführern Ost und West, auch das neue Best of Wandern (BoW)-Magazin ist druckfrisch zur größten Reisemesse der Welt, der ITB Berlin, erschienen. Mit emotionalen Bilderwelten, zahlreichen Tourentipps aus ausgewählten Wanderregionen Europas (Winterberg im Sauerland, Müllerthal in Luxembourg, Naturpark Nordvogesen, Hochschwarzwald, Ammergauer Alpen, Tannheimer Tal – Tirol, Surselva-Graubünden und Lienzer Dolomiten – Osttirol), Neues aus den Testcentern mit Outdoor-Artikeln von z.B. Vaude, Bergans, Tubbs, Zeiss, Scarpa, Euroschirm, Lowrance und vielen spannenden Infos rund um die neuen BoW-Events 2011 überzeugt das 44-seitige Magazin in diesem Jahr sogar zweisprachig. Die Auflage ist in deutscher, als auch in französischer Version erhältlich und kann kostenlos bei Best-of-Wandern bestellt werden oder steht zum Gratisdownload bereit: Link

Mach zwei …

… oder die Geschichte von der Unfähigkeit sich entscheiden zu können !

Ein Kalender sollte es werden. Gut! Aber mit welchem Thema? Fangfrische Nordseebilder vom letzten Kurzurlaub in Nordfriesland? Eine Strecke meiner (unserer) geliebten Ostsee? Vielleicht beides in einem? Also ein Küstenkalender? Oder doch besser Berge – weil ja eigentlich eher mein Arbeitsgebiet, als Sandstrände und Watt? Berge querbeet oder gezielt auf eine Region beschränkt? Von den Berner Alpen hätte es genügend. Dolomiten? Bayerische Alpen? Jura? Oder doch besser etwas von “vor der eigenen Haustüre”? Also Schwarzwald oder gar noch ein weiterer der endlosen Reihe an diversen “rund um den Bodensee Kalendern”? Es ist echt schwer sich entscheiden zu müssen, wenn man eine spontane Idee hat, die dann anfängt zu wachsen, die größer und größer wird, bei der das eine zum anderen kommt, und so weiter, und so fort.

Irgendwann, Wochen später, gab es dann tatsächlich 13 Kalenderblätter mit Thema “Waterkant 2011 – Nord- und Ostseeküsten”. Wow! Geschafft, Druckdaten erstellt, Druckauftrag erteilt, Andruck gemacht – Ernüchterung. Die Druckmaschine pfeift auf dem letzten Loch und schafft die diffizilen Farbnuancen eines verhangenen Sonnenuntergangs in St. Peter Ording nicht, quält sich durch die changierenden Violetttöne über den Halligen und scheitert an sanften Grautönen vom Himmel über Rügens Kreideklippen. Argh! Und nun?

Die gute Nachricht. Die neue Druckmaschine steht schon vorm Haus, muss nur noch aufgebaut werden und eingefahren werden. Fein – das wird aber wohl  nichts vor Ende Januar, heißt es.  Also habe ich ein paar Tage Aufschub bekommen und kann alles nochmals neu überdenken. Fazit: Jetzt gibt es zwei Kalender zu zwei  völlig unterschiedlichen Themen, verkürzt auf sechs Doppelblätter, Drucktermin diese Woche. :)

Ein Klick auf die Vorschaubildchen leitet zur entsprechenden Kalender-Galerie “Horizonte 2011″ oder “Dolomiten 2011″:


‘Nen Guten Rutsch allerseits!

Bodensee Strandbäder & Thermen

Passend zur aktuellen Hitzewelle ist seit wenigen Tagen der neuste und aktuellste Führer über die Strandbäder und Thermen am Bodensee erschienen. Mit tatkräftiger Vorarbeit von Borahm Cho wurden 80 bekannte und weniger bekannte Badestellen  rund um den Bodensee beschrieben. Denn was wäre schon eine sommerliche Runde auf dem Bodensee-Radweg oder ein Stadtbummel, ohne sich an heißen Tagen bei einem Sprung ins Nass des drittgrößten Binnensees Mitteleuropas zu erfrischen? Die Palette der „offiziellen“ Badestellen reicht von urigen Naturstrandbädern bis hin zu architektonisch durchgestylten Thermalbädern. Allen gemein sind eine durchweg gut gepflegte Infrastruktur und die ausgezeichnete Wasserqualität. Im Bodensee baden heißt in Trinkwasser baden. Immerhin kommt allein in Baden-Württemberg bei mehr 4 Millionen Menschen, sogar in Stuttgart, ein Stück Bodensee aus dem Wasserhahn. Dank des milden Klimas ist die Wassertemperatur im See zwischen spätestens Juni und mitunter bis in den Oktober hinein angenehm badefreundlich. Wer doch fröstelt, hält sich an Freibäder und kleine Badeseen im Hinterland oder besucht eine der Thermen rund um den See.

Baden im Bodensee hat Tradition. In Lindau, Bregenz, Rorschach und Arbon haben sich Bäder aus den Anfängen der Badekultur erhalten. Schon die Architektur der Badeanstalten ist ein Augenschmaus. Schon in den 20-er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden am Bodensee die ersten öffentlichen Strandbäder eingerichtet. Seinerzeit noch streng getrennt nach Frauen und Männern. Heute geht es weit lockerer zu. Längst sind die von strengen Sittenwächtern überwachten Strandbäder zu Freizeiteinrichtungen mit allem Drum und Dran geworden. Es fehlt in kaum einem Bad an Badeflössen und Rutschen, Spielplätzen und Sprungtürmen. Beachvolleyballplätze und Badmintonnetze sind Standard; Minigolfbahnen, Fußballtore oder Bocciabahnen weit verbreitet. Wer Action sucht wird am Bodensee leicht fündig, wer Ruhe und Entspannung sucht ebenso. Tatsächlich bietet der See für jede Lust und Laune etwas.

Magazin Wanderbares Deutschland 2010

Noch eine Rückkehr. Lange darüber nachdenken war nicht nötig, als Uli Pramann, Lutz Bormann und ich im vergangenen Frühjahr (ganz wandereruntypisch – oder doch nicht?) bei Kaffee und Kuchen auf der “Verlagsveranda” in Aitrang saßen und darüber brainstormten ob wir dem Wanderbaren Deutschland neuen Wind einhauchen wollen. Na klar. Schließlich sind die Hefte auch so etwas wie mein Baby, habe ich mir doch an den (ersten) drei Ausgaben von 2006 bis 2008 die Finger wund geschrieben. Meine Bedenken aus der ehemaligen “Chefredakteursrolle” ins zweite Glied zu rutschen brauchte ich gar nicht erst zerstreuen. Wen kümmern schon Titel – erst recht bei diesem Team? Uli kenne und schätze ich bereits seit einigen Jahren durch die Zusammenarbeit für Artikel im Nature-Fitness Magazin. Lutz war (ist) mein journalistisches Vorbild. In seiner Zeit bei “Berge” und “DAV Panorama” war er ein weit entferntes Wunschziel für meinen zukünftigen Werdegang. Jetzt mit ihm auf Augenhöhe zusammen zuarbeiten ist schon toll.

Nach einem Jahr Pause und mit neuem, journalistischem und freigeistigem Konzept, liegt nach einem halben Jahr Arbeit nun die aktuelle Ausgabe des  Wanderbaren Deutschland in den Kiosken. Ein bisserl Stolz bin ich schon. Die Zusammenarbeit mit den Regionen war so entspannt wie nie. Die einst einem Höllenpfad nicht unähnlichen Korrekturgänge hielten sich in Grenzen oder – kaum zu glauben – fanden praktisch gar nicht statt. Statt seitenweise Änderungen gab es Mails mit Inhalten à la “… schön, dass Sie wieder dabei sind Herr Bichler” oder einem knappen “alles prima!”. Was will man mehr?

Im aktuellen Heft stammen aus meiner Feder die Abschnitte über das Wanderwunder Rheinland-Pfalz (Rheinsteig/Rheinburgenweg, Eifel, Lahntal, Hunsrück, Mosel, Westerwald, Pfälzer Wald, …), Hessen (Rheingau, Ederbergland/Burgwald, Werratal/Hoher Meißner, Fuldatal, Ars Natura, Kasseler Land, …), Thüringen (Oberhof, Jena-Saale, Meiningen, Friedrichroda, Ilmenau, …) und das Saarland. Kleinere Artikel beschreiben die Wandermöglichkeiten in der Samtgemeinde Dobrock, in der Uckermark, im Weserbergland und den bayerischen Wanderzielen Grainau/Zugspitze, Zeugenbergrunde und Erzweg.

Besonders gefreut hat mich die Bereitschaft der Wanderwerkstatt Sauerland aus dem einstigen gestalterischen Flickenteppich einen textlich und optisch ansprechenden elfseitigen Artikel aus einem Guss zu machen. Zehn Partner unter einen Hut zu bringen war nicht ohne Risiko – immerhin mussten diese auf eine prominente Darstellung (mit eigenem Head usw.) verzichten. Die Zusammenarbeit war klasse und das Ergebnis macht mir fast am meisten Freude.

Bodensee Wandern Ost

Das Pendant zum erfolgreichen Wanderführer Bodensee West ist druckfirsch auf dem Markt. Wandern am Östlichen Bodensee steht ab sofort in den Buchläden. Analog zum Band für die Regionen rund um Untersee und Hegau gibt es nun auch 30 Wanderungen zu den landschaftlichen und kulturellen Höhepunkten zwischen Westallgäu, Bregenzerwald, Appenzellerland und ostschweizer Alpenvorland. Darunter finden sich so anspruchsvolle Touren wie der Klettersteig auf den Bocksberg, Pfänderbesteigungen, der Hirschberg oder Berg- und Talwanderungen zwischen Heiden und Trogen. Beschaulicher sind die Halbtagestouren am nördlichen Bodenseevorland zwischen Meersburg, Ravensburg,  Tettnang und Lindau. Nicht fehlen dürfen natürlich auch die Wasserfälle und Schluchten rund um Scheidegg.

Alle Routen detailliert beschrieben und mit zahlreichen Farbfotos und viel Hintergrundinformation über Land und Leute, Geschichte, Kunst, Kultur und Geologie aufgepeppt. Ganzseitige Karten im Maßstab 1:50.000 mit eingezeichneten Wegverlauf, Alternativstrecken, benachbarten Routen und verorteten Streckenpunkten helfen bei der Orientierung. Piktogramme zeigen Sehenswürdigkeiten, Campingplätze, Strandbäder, Wanderparkplätze und vieles mehr an. Tourenprofile mit Zeit-, Kilometer- und Höhenmeterangaben, Unterteilung nach Anforderungen und Kurzcharakterisierung mit Symbolen zeigen was einen erwartet. Eine praktische Spiralbindung sorgt für leichtes Lesen unterwegs. Zusätzliche Strecken- und Höhenprofile, sowie GPS-Daten zum Download und als Ausdruck stehen im Internet bereit.

Auch brandNEU ist der passende Reiseführer Bodensee im gleichen handlichen Ringbuchformat. Reiserouten rund um den Bodensee, in den Hegau und Linzgau, zu den Oberschwäbischen Bädern, ins Westallgäu, Alpenrheintal und in die Ostschweiz werden ausführlich beschrieben. Viele großformatige Bilder, Adressen von Touristinformationen, Hoteltipps, Shoppingtipps, Öffnungzeiten der Sehenswürdigkeiten und Insidertipps runden den Reiseführer ab.