Ein Silvesterchlaus aus der Schweiz

“Im Appenzellerland wünscht man sich zweimal ein
„Gutes Neues Jahr“. Stets am 31. Dezember und am
13. Januar, den Jahreswenden des gregorianischen
Kalenders und des alten julianischen Kalenders, ziehen
Silvesterchläuse durch die tief verschneite Landschaft
zwischen Bodensee und Säntis.”

Die ganze Reportage über das Silvesterchlausen im Appenzellerland  kann in der Bodensee-Ferienzeitung (Jahresüberblick 2012) gelesen werden … oder hier.

Früh aufstehen lohnt sich …

006Mein bislang einziges freies Fotoshooting in 2011 war tatsächlich schon wieder 12 Wochen her. Wo bleibt eigentlich all’ diese Zeit, die man ständig vermisst? Aber gestern, gerade noch so am letzten Tag des meteorologischen Sommers (heute regnet es – Danke Herbst) habe ich dann doch noch eines umsetzen können. Aber es fiel echt schwer morgens um 5 Uhr aufzustehen, um kurz vor 6 Uhr im Halbdunkel durch das taufeuchte klitschnasse nebelverschleierte Ried zu stolpern, nur um bei aufgehender Sonne an Ort und Stelle zu sein. Aber es hat sich gelohnt. Nicht nur wegen dieser so ganz einmaligen Stimmung ‚am Set“, nicht nur wegen des wie bestellt einfliegenden Gänseschwarms, und der dann pünktlich aufgehenden Sonne. Es hat sich gelohnt für diese wunderbaren Bilder, die dort entstanden sind. Danke Julia, Danke Nils! … [more]

Best of Wandern Wandergesichter – Teil 3 auf dem Feldbergsteig

Nach ein paar Tagen Pause habe ich meine Best of Wandern – Wandergesichter 2011 zur Abschlusstour auf dem Feldbergsteig im Hochschwarzwald getroffen. Die Frage nach dem Wetter erübrigt sich eigentlich. Die beständige Schlechtwetterperiode hat sich zum Running Gag der Tour entwickelt und auch dafür gesorgt, dass das Equipment von Bergans (Jacken), Scarpa (Schuhe), Vaude (Rucksack/-hüllen) und Euroschirm (Outdoorschirme) ausgiebig und unter Livebedingungen getestet werden konnte. Kurzem Sonnnenschein am Seebuck folgte nass-kaltes, fast herbstliches Wetter am weiteren Wegverlauf über Feldberg, Zastler Loch, Baldenweger Hütte, Raimartihof und Feldsee zurück zum Feldberg-Pass. Immerhin, es hat nicht geregnet. Und selbst wenn, ich bin ohnehin der Meinung, dass es gerade am Feldbergsteig auch schlechtes Wetter haben darf. Wenn die Wolken um die Gipfel ziehen und sich Tau und Nebel in den Bergwäldern verfangen, herrscht hier eine ganz besondere Stimmung.

Ich konnte sogar zwei unerwartete Premieren feiern: Nach fast 40 Jahren Hochschwarzwald war ich zum ersten mal auf dem Seebuckturm und ich habe meine erste Kirchtorte aus der Dose probiert. Soviel aber auch zum Vorhaben, die Best of Wandern Tour als Fitmacher für die Alpen zu nutzen. Das Vorhaben ist irgendeinem der vielen Leckereien entlang meiner drei Touren zum Opfer gefallen. Ich frage mich ernsthaft wie viele Kilos wohl die fünf Wandergesichter in dieser Woche zugelegt haben. Unsere Wanderungen und die relaxten Fotoshootings können all den Schlemmereien nur wenig entgegen gesetzt haben. ;)

Mehr hier: Die-Wandergesichter-2011

Schluchtenwandern auf dem Müllerthal Trail

Szenenwechsel. Nach Winterberg im Hochsauerland steht Schluchtenwandern auf dem Müllerthal Trail in Luxemburg auf dem Terminplan. Es gibt nur wenige Landschaften in Mitteleuropa, die mich so faszinieren wie das “Müllerthal – Kleine Luxemburger Schweiz” mit seinen Felswänden und engen Schluchten. Von Echternach ging es durch die Wolfsschlucht zum “Höhlen-Picknick” in der Hohllay. Mitunter stehen die bizarren Sandsteintürme so eng beieinander, dass kaum ein Wanderer hindurch kommt. Das Bild rechts ist in solchen einem “Schloeff” am Predigtstuhl entstanden. Wie sich an Günthers Rucksackhülle unschwer erkennen lässt, hat sich zwar die Landschaft, nicht aber das Wetter geändert. Im Gegenteil, aus dem Aprilwetter ist leider Dauerregen geworden. Aber das kenne ich ja vom Müllerthal. Vielleicht sollte ich mir das nächste Mal ein stabiles Hochdruckwetter aussuchen. Im besten Fall noch im Herbst, wenn sich die Laubbäume bunt färben. Irgendwie  gefällt mir gerade die Idee einer sochen herbstlichen Fototour durch Elsass, Pfälzerwald und Müllerthal. Da muss ich d’ran bleiben.

Nächstes Ziel unserer kleinen Tour auf dem Müllerthal Trail war der Schiessentümpel, wo sich die Schwarze  Ernz mit viel Effekt über eine kleine Felsstufe stürzt. In Robbys Heringer Millen gab es dann Kaffee und Hefekuchen frisch aus dem Ofen. Braucht es mehr?

Btw. Lieben Dank Susanne und Robby für das herzliche Umsorgen.

Mit den Wandergesichtern in Winterberg

Was für ein Start – es regnet aus Kübeln. Wollen wir da wirklich losgehen, wandern und fotografieren – oder doch lieber das Frühstück erlängern? Schade eigentlich, denn auf meiner Eingehtour am Vortag war Kaiserwetter am Kahlen Asten. Vor einigen Monaten haben wir zehn “Wandergesichter” gesucht. Nun stehe ich mit Alex, Anita, Heike, Günther und Heinz parat zum Loslaufen in der Lobby der Hapimag und schaue dem Regen zu.

Natürlich sind wir losgeganen und wurden prompt mit den ersten Sonnenstrahlen des bisher so trüben Tages belohnt. Die Freude währte aber nur kurz. Kaum ins Helletal eingetaucht, machte dieses seinem Namen so gar keine Ehre und wurde zum “Dunkeltal”. Bis zum Bodensee hat es wieder geschüttet als würde die Welt untergehen. Aber immerhin waren die in den letzten Wochen fast trocken gefallenen Bäche wieder voller Wasser und rauschten ordentlich durch die Schlucht. Am steilen Aufstieg über die Winterberger Hochtour (WHT) auf die Alte Grimme lachte dann endlich einmal länger die Sonne vom Himmel und kaum am Gipfel öffneten sich wieder die Schleusen für ein paar Minuten. Schirme auf, Schirme zu. Jacken an, Jacken aus. Wir haben das seltsame Wechselspiel des Wetters perfekt nachgestellt und uns die Waffeln in der Orkeklause in Elkeringhausen wahrlich verdient … bevor der Regen zurück kam. Aber wen stört schon das Wetter, wenn die Ausrüstung stimmt? Klingt übelst nach hohler Phrase, ist aber so. So richtig bis auf die Knochen nass wurde keines der fünf Wandergesichter. Und auch Fotograf und Kamera blieben trocken.

Frühling !

Am vergangenen Freitag hätte man es noch gut und gerne für einen Aprilscherz halten können, das sommerliche Wetter am Bodensee. Da sich dieses aber Samstag und Sonntag sogar noch mehr ins Zeug legte, war Rausgehen einfach angsagt. Also Rucksack gepackt, Stativ geschultert und ab in die Natur. Schön, wenn man es dahin nicht weit hat und schon vor der Haustür sehen kann, wie alles ergrünt und aufblüht. Eine gute Gelegenheit also, um nach langer Pause wieder einmal ein paar Blümchen zu fotografieren:

(… wird fortgesetzt …) … oder mehr davon hier: Archiv Pflanzen

Verrückt nach Wandern

So langsam startet wieder die neue Wandersaison. Man merkt es nicht nur positiv an der steigenden Nachfrage nach den beiden Bodensee-Wanderführern Ost und West, auch das neue Best of Wandern (BoW)-Magazin ist druckfrisch zur größten Reisemesse der Welt, der ITB Berlin, erschienen. Mit emotionalen Bilderwelten, zahlreichen Tourentipps aus ausgewählten Wanderregionen Europas (Winterberg im Sauerland, Müllerthal in Luxembourg, Naturpark Nordvogesen, Hochschwarzwald, Ammergauer Alpen, Tannheimer Tal – Tirol, Surselva-Graubünden und Lienzer Dolomiten – Osttirol), Neues aus den Testcentern mit Outdoor-Artikeln von z.B. Vaude, Bergans, Tubbs, Zeiss, Scarpa, Euroschirm, Lowrance und vielen spannenden Infos rund um die neuen BoW-Events 2011 überzeugt das 44-seitige Magazin in diesem Jahr sogar zweisprachig. Die Auflage ist in deutscher, als auch in französischer Version erhältlich und kann kostenlos bei Best-of-Wandern bestellt werden oder steht zum Gratisdownload bereit: Link

Mach zwei …

… oder die Geschichte von der Unfähigkeit sich entscheiden zu können !

Ein Kalender sollte es werden. Gut! Aber mit welchem Thema? Fangfrische Nordseebilder vom letzten Kurzurlaub in Nordfriesland? Eine Strecke meiner (unserer) geliebten Ostsee? Vielleicht beides in einem? Also ein Küstenkalender? Oder doch besser Berge – weil ja eigentlich eher mein Arbeitsgebiet, als Sandstrände und Watt? Berge querbeet oder gezielt auf eine Region beschränkt? Von den Berner Alpen hätte es genügend. Dolomiten? Bayerische Alpen? Jura? Oder doch besser etwas von “vor der eigenen Haustüre”? Also Schwarzwald oder gar noch ein weiterer der endlosen Reihe an diversen “rund um den Bodensee Kalendern”? Es ist echt schwer sich entscheiden zu müssen, wenn man eine spontane Idee hat, die dann anfängt zu wachsen, die größer und größer wird, bei der das eine zum anderen kommt, und so weiter, und so fort.

Irgendwann, Wochen später, gab es dann tatsächlich 13 Kalenderblätter mit Thema “Waterkant 2011 – Nord- und Ostseeküsten”. Wow! Geschafft, Druckdaten erstellt, Druckauftrag erteilt, Andruck gemacht – Ernüchterung. Die Druckmaschine pfeift auf dem letzten Loch und schafft die diffizilen Farbnuancen eines verhangenen Sonnenuntergangs in St. Peter Ording nicht, quält sich durch die changierenden Violetttöne über den Halligen und scheitert an sanften Grautönen vom Himmel über Rügens Kreideklippen. Argh! Und nun?

Die gute Nachricht. Die neue Druckmaschine steht schon vorm Haus, muss nur noch aufgebaut werden und eingefahren werden. Fein – das wird aber wohl  nichts vor Ende Januar, heißt es.  Also habe ich ein paar Tage Aufschub bekommen und kann alles nochmals neu überdenken. Fazit: Jetzt gibt es zwei Kalender zu zwei  völlig unterschiedlichen Themen, verkürzt auf sechs Doppelblätter, Drucktermin diese Woche. :)

Ein Klick auf die Vorschaubildchen leitet zur entsprechenden Kalender-Galerie “Horizonte 2011″ oder “Dolomiten 2011″:


‘Nen Guten Rutsch allerseits!

Vogesen und Dolomiten

Zwei Shootings für Best of Wandern standen im nun scheinbar vergangenen Herbst 2010 auf dem Programm. Zweimal war das Wetterglück auf unserer Seite. Spätsommerliche Gefühle kamen im Naturpark Nördliche Vogesen auf – mit herrlichen, sonnenverwöhnten Tagen auf den GRs der Region, zwischen roten Sandsteintürmen und abtenteuerlich kühnen Felsenburgen in schon herbstlich angehauchten Mischwäldern. Nicht zu vergessen die gute Elsässer Küche und die charmante Begleitung vor Ort. Anschließend ging es über die Alpen hinweg in die Lienzer Dolomiten (Osttirol) zum Klettersteigkraxeln an der Karlsbader Hütte. Über uns blauer Himmel, unter den Fußsohlen ein sensationelles Nebelmeer im Talkessel von Lienz. Man, tat das gut nach doch langer Zeit wieder einmal Fels an den Fingerkuppen zu spüren. Als Schmankerl leuchteten die Lerchen wie bestellt in kräftigen Gelb- und Orangetönen. :)

Einige Bilder beider Shootings sind auf flickr zu finden:

- Naturpark Nordvogesen
- Lienzer Dolomiten

Bodensee Strandbäder & Thermen

Passend zur aktuellen Hitzewelle ist seit wenigen Tagen der neuste und aktuellste Führer über die Strandbäder und Thermen am Bodensee erschienen. Mit tatkräftiger Vorarbeit von Borahm Cho wurden 80 bekannte und weniger bekannte Badestellen  rund um den Bodensee beschrieben. Denn was wäre schon eine sommerliche Runde auf dem Bodensee-Radweg oder ein Stadtbummel, ohne sich an heißen Tagen bei einem Sprung ins Nass des drittgrößten Binnensees Mitteleuropas zu erfrischen? Die Palette der „offiziellen“ Badestellen reicht von urigen Naturstrandbädern bis hin zu architektonisch durchgestylten Thermalbädern. Allen gemein sind eine durchweg gut gepflegte Infrastruktur und die ausgezeichnete Wasserqualität. Im Bodensee baden heißt in Trinkwasser baden. Immerhin kommt allein in Baden-Württemberg bei mehr 4 Millionen Menschen, sogar in Stuttgart, ein Stück Bodensee aus dem Wasserhahn. Dank des milden Klimas ist die Wassertemperatur im See zwischen spätestens Juni und mitunter bis in den Oktober hinein angenehm badefreundlich. Wer doch fröstelt, hält sich an Freibäder und kleine Badeseen im Hinterland oder besucht eine der Thermen rund um den See.

Baden im Bodensee hat Tradition. In Lindau, Bregenz, Rorschach und Arbon haben sich Bäder aus den Anfängen der Badekultur erhalten. Schon die Architektur der Badeanstalten ist ein Augenschmaus. Schon in den 20-er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden am Bodensee die ersten öffentlichen Strandbäder eingerichtet. Seinerzeit noch streng getrennt nach Frauen und Männern. Heute geht es weit lockerer zu. Längst sind die von strengen Sittenwächtern überwachten Strandbäder zu Freizeiteinrichtungen mit allem Drum und Dran geworden. Es fehlt in kaum einem Bad an Badeflössen und Rutschen, Spielplätzen und Sprungtürmen. Beachvolleyballplätze und Badmintonnetze sind Standard; Minigolfbahnen, Fußballtore oder Bocciabahnen weit verbreitet. Wer Action sucht wird am Bodensee leicht fündig, wer Ruhe und Entspannung sucht ebenso. Tatsächlich bietet der See für jede Lust und Laune etwas.